Autor: Sebastian Dänel

22. Dezember – O magnum mysterium … – Sonderkonzert

Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, im diesjährigen Pesterwitzer Sonderkonzert erklingen alte und bekannte Advents- und Weihnachtsieder in ungewohnter Manier. Gemeinsam mit dem Duo PIANOCELLO hat sich der Kammerchor Pesterwitz auf die Suche nach neuen musikalischen Zusammenhängen begeben. Werke u.a. von Claude Debussy oder Esbjörn Svensson werden improvisatorisch mit Liedern wie „Maria durch ein Dornwald ging“ oder “Es ist ein Ros entsprungen“ verwoben. Manchmal sind es nur Melodiebruchstücke, die aus den Improvisationen hindurch schimmern, ein anderes Mal könnte man mitsummen. Motetten von William Byrd und Claudio Monteverdi sowie kompositorische Bearbeitungen von Sven-David Sandström und Gunnar Eriksson fügen sich nahtlos in dieses spannende Programm ein. Das Publikum darf sich auf ein besinnlich meditatives Konzert freuen, das zum Innehalten bei Kerzenschein ebenso einlädt wie zum Entdecken ganz neuer Seiten der vertrauten Weisen. O magnum mysterium … Das Team der Pesterwitzer Konzerte wünscht Ihnen eine geruhsame Adventszeit und freut sich Sie zu unserem Sonderkonzert begrüßen zu dürfen! PIANOCELLO // Juliane Gilbert – Violoncello, Almuth Schulz – Piano Kammerchor Pesterwitz // Leitung: Anne Horenburg

Klaviatur der Pesterwitzer Wünning Orgel

08. Dezember – Orgelmusik im Advent

mit Frauenkirchenkantor Matthias Grünert Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, zu unserem Orgelkonzert im Advent können wir erstmals den Frauenkirchenkantor Matthias Grünert begrüßen. Auf der Wünning-Orgel wird er Werke von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, P. Justinus a Desponsatione, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Hermann Schellenberg und Joseph Gabriel Rheinberger musizieren. Matthias Grünert studierte nach ersten musikalischen Erfahrungen als Sänger im Windsbacher Knabenchor Kirchenmusik, Gesang und Orgel an den Hochschulen für Kirchenmusik und Musik in Bayreuth und Lübeck. Er ist Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe und erhielt weiterführende Impulse bei Meisterkursen. Während des Studiums war er Assistent des Lübecker Domchores, danach Stadt- und Kreiskantor in Greiz, wo er u.a. das gesamte Orgelwerk Bachs zur Aufführung brachte. 2004 wurde er als erster Kantor an die Dresdner Frauenkirche berufen. Seitdem ist er künstlerisch verantwortlich für die Kirchenmusik im wiedererbauten Barockbau. Er gründete den Chor und den Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche dresden, die zur festen Größe in der Kulturlandschaft Mitteldeutschlands zählen. Als Dirigent arbeitet er mit vielen namhaften Solisten und Orchestern zusammen. Gastspiele als Organist und Dirigent führen …

10. November – Musik & Literatur

Olaf Bär – Wort Am Flügel: Anna Böhm Wir vernehmen Stimmen. Wir hören sie flüstern und gellen, preisen und klagen. Wir lauschen durch sie ins Vergangene und erinnern uns. Sie tragen uns durch das Jetzt und in Räume des Künftigen. Die Schrecken des Krieges formen sie um in poetische Trauer.Sie wandeln und verweben die Zeit.  Kompositionen von Johannes Brahms, Viktor Ullmann und Arnold Schönberg in Zwiesprachemit Texten von Rainer Maria Rilke, Walter Benjamin und Robert Seethaler. Olaf Bär Der Bariton Olaf Bär begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Ab 1978 studierte er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Nach seinem 1. Preis beim Walther-Gruner-Wettbewerb für deutsches Lied in London begann seine internationale Karriere als Konzert- und Liedsänger. Tourneen mit Liederabenden und Konzerten führten ihn in die Musikzentren Europas und Amerikas, nach Australien, Neuseeland und Japan. Der Staatsoper Dresden war er viele Jahre mit einem Gastvertrag verbunden. Gastspiele führten ihn an das Covent Garden Opera House in London, an die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die Staatsoper Berlin, die Opernhäuser in …

Kammerchor Pesterwitz 2019 | Foto: Victoria Belikova Fotografie | www.victoriabelikova.de

13. Oktober – Jubiläumskonzert 20 Jahre Kammerchor Pesterwitz

Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, im Frühling 1999 trafen der Jugendchor der Pesterwitzer Kirchgemeinde und Anne Horenburg, die damals gerade ihr Chorleitungs-Studium an der Dresdner Hochschule für Musik begonnen hatte, ein erstes Mal aufeinander. Aus dieser ersten zarten Begegnung hat sich in zwanzig Jahren ein Ensemble entwickelt, das sich über die Grenzen von Pesterwitz hinaus einen Namen gemacht hat, regelmäßig in den großen kirchenmusikalischen Zentren Dresdens und Umgebung konzertiert und als Gast bei drei Produktionen am Dresdner Staatsschauspiel zu erleben war. Diese kleine Erfolgsgeschichte möchte das Ensemble würdevoll begehen. Für sein Jubiläumskonzert hat der Kammerchor Pesterwitz ein Programm-Querschnitt aus den zwanzig Jahren Chorgeschichte zusammengestellt. Es erklingen sowohl Werke von Heinrich Schütz, J.S. Bach, W.A. Mozart und F. Mendelssohn-Bartholdy als auch solche aus dem 20./21. Jh. von Lepo Sumera (Estland), Jón Nordal (Island), Petr Eben (Tschechien) und Georg Wieland Wagner (Dresden). Musikalische Gäste sind die ehemaligen Sängerinnen Marie-Luise Werneburg (Sopran) und Franziska Ernst (Alt), die Organisten Frank Schreiber und Michael Käppler, der Percussionist Georg Wieland Wagner sowie als Orchester die Dresdner Kapellsolisten. Fühlen Sie sich herzlich …

26. Mai – Hymne au soleil

Lieder und Chormusik von Fanny Hensel, Lili Boulanger und Silke Fraikin Ein Tag im Mai – vom „Morgenständchen“ bis zum „Nachtwanderer“ Hinweis: Im Jahresprogramm ist der Titel des Konzerts „Kunst des Liedes – Als alle Knospen sprangen“ Frühlingsgedichte und Liebeslyrik gehören zum vielbesungenen Wonnemonat und haben von jeher zum Vertonen angeregt. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen Vokalwerke dreier Komponistinnen des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger.  Aus dem reichen Vokalschaffen Fanny Hensels (1805-1847) – Enkelin des Philosophen Moses Mendelssohn und Schwester Felix Mendelssohn-Bartholdys – sind Sololieder, Duette und Chorwerke nach Texten von Eichendorff, Goethe, Heine u.a. zu erleben. Der Liederzyklus „Clairieres dans le ciel“ stammt aus der Feder der französischen Komponistin Lili Boulanger (1893-1918). Für ihre Komposition „Renouveau“ erhielt sie 1913 den Prix Lepaulle. Im gleichen Jahr gewann sie als erste Frau den Grand Prix de Rome. Daneben erklingen „Dämmerung“ und zwei von der Dresdner Komponistin Silke Fraikin (geb. 1967) eigens für dieses Programm geschaffene neue Werke, darunter die Vertonung eines Textes von Selma Meerbaum-Eisinger (geb. 1924 in Czernowitz, Bukowina; gest. 1942 im Zwangsarbeitslager …

14. April – Jakobs-Pilger-Messe – montalbáne Ensemble

HERRU SANCTIAGU! – Eine mittelalterliche Pilgermesse vom Jakobsweg »Da es vorkommt, daß die Pilger, die in der Kirche der heiligen Maria in Montserrat Nachtwache halten, singen und tanzen wollen, und dies auch tagsüber auf dem Kirchplatz, und sie dort nur sittliche und andächtige Lieder singen dürfen, sind einige hier niedergeschrieben. Diese sollten mit Rücksicht und Mäßigung verwendet werden, damit jene nicht gestört werden, die ihrem Gebet und geistlichen Kontemplationen nachgehen möchten…« So steht es zu lesen im »Llibre Vermell«, dem berühmten »Roten Buch« aus dem spanischen Benediktinerkloster Montserrat, das mit dem »Codex Calixtinus« zu den bedeutendsten Pilgerhandschriften des Mittelalters gehört. Im »Liber Sancti Jacobi«, wie der »Codex Calixtinus« eigentlich heißt, ist sogar beschrieben, mit welchen Instrumenten die Pilger, die aus aller Herren Länder nach Santiago de Compostela wanderten, ihre Lieder begleitet haben: Flöten, Fideln, Lauten, Schalmeien und Trommeln. Wir haben aus diesen beiden Manuskripten eine Messe zusammengestellt, wie sie in den romanischen Kirchen an den Pilgerwegen des Mittelalters erklungen sein könnte: im Zentrum des Konzertes die streng liturgische »Missa Sancti Jacobi«, umrahmt von tänzerischen Marienliedern aus dem …

17. März – A Violino e Trombone – Ensemble Instrumenta musica

Venezianische Instrumentalmusik – Perlen des Frühbarocks Am Anfang des 17. Jh. wurde in Venedig neue prachtvolle und virtuose Instrumentalmusik geschrieben, die zur definitiven Emanzipation der instrumentalen Virtuosität geführt hat. Durch die Erfindung des Basso Continuo, einer Begleitung der melodischen Linie durch ein oder mehrere Bassinstrumente, gewannen nicht nur die Vokalstimmen, sondern auch Instrumente wie Geigen, Zinken, Posaunen, Gamben, die bis zu dieser Zeit als Unterstützung polyphoner Linien verwendet wurden, Freiheit und Glanz. Canzoni e Sonate komponiert z.B. von Dario Castello, Giovanni Gabrieli, Giovanni Paolo Cima, Giovanni Picchi für Ensembles mit Geigen, Zinken und Posaunen zeigen ein charakteristisches Klangbild der Musik dieser Zeit. Ebenso zeigt die oft verwendete einfache Besetzung „Violino & Trombone“ (Geige, Posaune und Basso Continuo) dem modernen Zuhörer eine unerwartete Virtuosität, so wie eine neue und faszinierende musikalische Ästhetik . Das heute etablierte Ensemble Instrumenta Musica möchte mit diesem Programm an seine Anfänge zurückblicken, wo drei Studierende (Geige, Posaune und Orgel) am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen vor mehr als zehn Jahren beschlossen haben, sich diesem Repertoire gemeinsam zu widmen. Instrumenta …

Denny Wilke an der Pesterwitzer Wünning Orgel

Orgelmusik im Advent – Denny Wilke

09.12.2018, 17 Uhr Denny Wilke – Orgel In unserem Orgelkonzert zu Weihnachten ist der junge Organist Denny Wilke zu Gast. Er studierte in der Meisterklasse des Leipziger Gewandhausorganisten Michael Schönheit und legte 2006 sein Konzertexamen in der Solistenklasse von Ben van Oosten am Konservatorium Rotterdam ab. Außerdem erhielt er ein Stipendium für die Meisterklasse von Olivier Latry (Notre-Dame de Paris). Als Organist spielte Wilke bereits für so namhafte Orchester wie das Gewandhausorchester Leipzig, das MDR Sinfonieorchester, die Dresdner Philharmonie etc.. Solistenabende an bedeutenden kirchenmusikalischen Stätten und in ausgewiesenen Konzertsälen sowie Aufnahmen für Radio und Fernsehen gehören ebenfalls zu seinem künstlerischen Schaffen. 2009 wurde Wilke zum Stadtorganisten der Konzertkirche „St. Marien“ Mühlhausen/Thüringen berufen. Als dieser ist er seither für die Gestaltung der Orgelkonzerte und thematischen Zyklen sowie für die Kammermusiken in der historischen Rathaushalle verantwortlich. 2010 war er Preisträger beim International Sydney Organ Competition. Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt erschien 2011 überdies eine Solo-CD mit Orgelwerken des Jubilars, aufgenommen an der historischen Buchholz-Orgel in Barth (Ostsee), die 2015 für die Bestenliste des „Preises der …

Musik & Natur – Alphornensemble Weimar

18.11.2018, 17 Uhr Alphornensemble Weimar Alphörner in Thüringen? Zugegeben, das Alphorn ist eine Schweizer Errungenschaft. Dennoch wird es die Eidgenossen freuen, daß sich auch außerhalb ihrer Kantone Menschen dem alpinen Klang verschrieben haben. Und tatsächlich konnte man in den letzten Jahren einen regelrechten Alphorn-Boom erleben. Die Begeisterung für das längste Klangholz der Welt geht jedoch nur bei Wenigen so weit, daß sie auch bereit sind, sich ihre Instrumente selber zu bauen – zum Glück der Schweizer Alphornbauer-Zunft. Denn folgendes dürfte die Instrumentenbauer weniger erfreuen. Wenn die Weimeraner vor einigen Jahren nicht die verrückte Idee und den Übermut ihrer Umsetzung gehabt hätten, aus Thüringer Fichten Alphörner zu schnitzen, wäre die Ausfuhrbilanz der eidgenössischen Volkswirtschaft um vier Instrumente höher ausgefallen. Was sind das für Leute, die sich in ihrer Freizeit Alphörner bauen? Dazu schreiben sie: „Ein altes Vorurteil besagt, Musiker hätten in handwerklichen Dingen zwei linke Hände (und nur Daumen). Vielleicht trieb uns der Wunsch, diese falsche Meinung kräftig zu widerlegen. Sicher ist jedoch, daß sich kaum ein Musiker, der aus Liebe und Profession mit Horninstrumenten zu …

Mein Paganini – Herbstreise – Florian Mayer – Violine

14.10.2018, 17 Uhr Florian Mayer – Violine Der Mythos Paganini Eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten, die es je gegeben hat. Eine Figur der höchsten Weihen und tiefsten Tragik. Ein mediterraner Kosmopolit des Zwiespaltes. Ein Menschenfänger und Eingesperrter. Der wahre Vertreter des Guten und Schönen, des Schlechten und Hässlichen. Oberfläche und Abgrund. Das Zündeln mit Ruhm und Sehnsüchten. Das Märchen und die Realität. Der Verwalter violintechnischer Taschenspielereien, der Notenzahlmeister, der Trickser, der Hexer. Das Biest auf der Bühne und der Engel unter der Theaterkuppel. Verkünder himmlischer Sphären und höllischer Entbehrungen. Sinngetrieben, wahnwitzig und irrlichternd – der Name Paganini sorgt bis in unsere Zeit für den Stoff, aus dem Deutungen gestrickt werden… Florian Mayer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem scheinbaren Nonplusultra der virtuosen Violinmusik und stellt sich öffentlich in Musik, Text und Dramaturgie der Frage, wie teuflisch der auch heute noch omnipräsente Meister mit seiner Geige wirklich ist. Er lässt Zeitgenossen und viele andere zum Tönen kommen und spart Persönliches im gesamten Auf und Ab des Fabulierens in keinster Weise auf. Ein komprimierter Konzertmitschnitt aus „Mein …