Autor: Sebastian Dänel

Entdeckungen – Ensemble épique

Ensemble épique 06.05.2018, 17 Uhr Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, Die 3 Musikerinnen Isabel Goller (Harfe) Christina Bock (Stimme) und Anke Heyn (Violoncello) entdecken in dieser ungewöhnlichen Besetzung Stücke und deren Geschichten für sich und das Publikum neu. Hierbei steht die Liebe zur Kammermusik und der Wunsch die Zuhörer daran teilhaben zu lassen, im Vordergrund. Gefunden haben sich die drei Musikerinnen an der Semperoper Dresden. Mit völlig unterschiedlichen Programmen begeben sich sich immer wieder auf neues klangliches Terrain und so steht auch die erste Urauführung für das ensemble im kommenden Jahr auf der Agenda. Nach dem Konzert laden wir wie gewohnt noch zu einem Glas Pesterwitzer Wein ein. Wir freuen uns auf Sie!

Kammer-Weltmusik für Gitarre und Violoncello – DuoDezim

DuoDezim 15.04.2018, 17 Uhr Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, zwei Musiker, zehn Saiten – das „DuoDezim“ setzt sich zusammen aus Stefan Jaenicke – Gitarre und Diethard Krause – Violoncello. Sie spielen vor allem eigene Kompositionen, widmen sich aber auch klassischer Musik, Jazz sowie Improvisation. Der Ursprung ihrer Musik liegt in verschiedensten Musikstilen: lateinamerikanische, arabische, klassische sowie Jazzmusik dient als Ideenreservat, aus welchem das Duo seine eigene Sprache formt. Zuweilen bietet die freie Improvisation zufällige Klangbilder, deren spannende Momente die Musiker einfangen, um sie wiederholbar zu machen, zu variieren und zu bearbeiten. Ein wesentliches Anliegen ist hierbei die Suche nach skurrilen Klängen, die sie auf unübliche Art ihren Instrumenten zu entlocken versuchen. Sie pflegen eine unkonventionelle Klangsprache, die gleichwohl vielen Ohren ein Genuß sein soll. Ein weiterer Fokus liegt auf der Sensibilisierung des Publikums für die Stille – die stilvolle und spannungsgeladene Umrahmung eines Momentes, in dem scheinbar nichts geschieht. Nach dem Konzert laden wir wie gewohnt noch zu einem Glas Pesterwitzer Wein ein. Wir freuen uns auf Sie! Update: Artikel in der Online Ausgabe der …

Michael Praetorius – Christmette

Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte 23.12.2017, 17 Uhr Collegium Marianum PragKammerchor Pesterwitz Solisten: Katharina Hohlfeld – SopranChristina Roterberg – SopranVolker Arndt – TenorIngolf Seidel – BaritonFriedemann Klos – Bass Michael Praetorius (1571-1621) gehört zu den einflussreichsten und produktivsten deutschen Komponisten seiner Generation und zu den bemerkenswertesten Schöpfern lutherischer Kirchenmusik. Er schuf ein umfangreiches Werk geistlicher Musik, das nicht nur in der Menge beeindruckt, sondern v.a. in seinem Formenreichtum vom schlichtesten Gemeindelied zur kunstvollen mehrchörigen Motette. Eine Weihnachtsmesse mit Praetorius’ Musik in der von Luther erarbeiteten Neuordnung des Gottesdienstes und unter Einbeziehung der Gemeinde – das hat der britische Musiker und Dirigent Paul McCreesh mit seinem Ensemble Gabrieli Consort & Players in einer fulminanten Einspielung bereits 1993 vorgelegt: eine monumentale Feier, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte. Beeindruckende Mehrchörigkeit, kraftvolle Gemeindegesänge, beherzte Orgelimprovisationen, jubelnde Pauken und Trompetenfanfaren – eine satte barocke Klangfülle, welche in das an Pracht kaum zu überbietende „In dulci jubilo“ mündet, das will in diesem Jahr auch der Kammerchor Pesterwitz und seine Leiterin Anne Horenburg am Vorabend …

Vater unser im Himmelreich – Der Kirchenchoral – ein Anfang und kein Ende

12.11.2017, 17 Uhr Britta Schwarz – MezzosopranJan Katzschke – Cembalo Am 5. März 2017 jährt sich der Todestag von Georg Christian Schemelli zum 255. Mal – 500 Jahre nach der Reformation! Martin Luther hat uns in Wort und Musik wunderbare Choräle hinterlassen, welche sich auch in der einzigartigen und äußerst umfänglichen Choralsammlung des Greizer Kirchenmusikers Schemelli finden. Hier schließt sich ein Kreis, der in seinem Innern einen großen Reichtum an geistlich-geistiger Tiefe und klanglicher Sinnlichkeit birgt. Von den reinen Tönen der Gambe über die zarten, klaren Akkorde der Barockharfe hin zu den zauberhaft sphärischen Klängen der Pedalharfe spüren wir dieser Vielfalt in seinen spirituellen und musikalischen Facetten nach…. Wo findet uns in unserem heutigen modernen Leben der Choral? Wo finden wir ihn? „Glauben heißt das Ergriffen sein, von dem, was uns unbedingt angeht“ (Paul Tillich) Kann das „Sein“ in seiner Komplexität durch diese Form der Andacht Raum finden in unserem Leben? Die hoch individualisierte Welt führt uns von religiöser Gemeinsamkeit zu einer sehr intimen Auseinandersetzung mit der eigenen Frömmigkeit. Gleichzeitig rückt die Welt zusammen und …

Musik im Geiste Martin Luthers – Werke von Heinrich Schütz und Johann Rosenmüller

22.10.2017, 17 Uhr Ensemble Vox Perpetua (Leipzig) Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, Martin Luther war ein Meister darin, die Kraft der biblischen Worte freizulegen. Er verstand, dass die ‚Musica‘ wie keine andere Kunst im Stande ist, diese Kraft direkt erfahrbar zu machen. So nehmen mit ihm denn auch musikalische Reformationen ihren Ausgang, die insbesondere in der geistlichen Musik des 17. Jahrhunderts ihre volle schöpferische Kraft entfalten. Im Programm kommen drei Komponisten zu Wort, deren Wirkungszeiten in etwa dieses Jahrhundert überspannen und die allesamt Meister darin waren, Texte zum Leben zu erwecken und ihnen größte existentielle Wucht zu verleihen: Johann Rosenmüller, Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi. Der Schwerpunkt im Programm liegt auf dem grandios-farbigen Werk Johann Rosenmüllers, dessen Geburtstag sich 2017 zum 400. Mal jährt. Es erklingen geistliche Konzerte unterschiedlicher Besetzungen aus seiner Feder, dazu Kompositionen seines Mentors Heinrich Schütz und Claudio Monteverdis, dessen neue, affektgeladene Kompositionsweise Schütz auf einer frühen Venedigreise kennenlernte. Vox Perpetua Vox Perpetua ist ein Projektensemble aus dem Umfeld der Leipziger Musikhochschule, das sich zur Erarbeitung anspruchsvoller Programme vor allem der Alten …

Die Wittembergisch Nachtigall – Musikalische Lesung

20.08.2017, 17 Uhr Christian Lehnert – WortIngolf Seidel – BaritonFriederike Lehnert – ViolineSebastian Knebel – Orgel Als „Wittembergisch Nachtigall“ bezeichnete Hans Sachs den Theologen und Reformator Martin Luther 1523 in einem seiner Gedichte. Damit spielte er auf Luthers Wirken als Sprachschöpfer und Musikliebhaber an. Christian Lehnert, Dichter und Theologe, wird neben eigenen Gedichten auch Luthertexte lesen. Musikalisch bereichert wird das gesprochene Wort mit Musik aus dem musikalischen Umfeld des Reformators. Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, ist Lyriker, Librettist und Essayist. Er studierte Theologie und Orientalistik in Leipzig, Berlin und Jerusalem. Heute lebt Lehnert in Leipzig, wo er das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch- Lutherischen Kirche Deutschlands an der Universität leitet. Seine bislang sieben Gedichtbücher und ein Essay über Paulus erschienen im Suhrkamp Verlag. 2012 erhielt Lehnert den Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk, 2016 den Eichendorff -Literaturpreis. „Christian Lehnert ist ein besonderer Solitär unter den zeitgenössischen deutschsprachigen Dichtern, denn seine Gedichte strahlen selten gewordene Würde und Schönheit aus. Beharrlich erkundet Christian Lehnert, worin der Ursprung des Seins liegt. Diese Frage durchzieht alle seine Werke und …

Orgelmusik mit Werken von J.S.Bach, Franz Liszt und Max Reger

04.06.2017, 17 Uhr An der Wünning-Orgel: Denny Wilke (Mühlhausen) Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, In unserem Orgelkonzert zum Pfingstfest ist der junge Organist Denny Wilke zu Gast. Er studierte in der Meisterklasse des Leipziger Gewandhausorganisten Michael Schönheit und legte 2006 sein Konzertexamen in der Solistenklasse von Ben van Oosten am Konservatorium Rotterdam ab. Außerdem erhielt er ein Stipendium für die Meisterklasse von Olivier Latry (Notre-Dame de Paris). Als Organist spielte Wilke bereits für so namhafte Orchester wie das Gewandhausorchester Leipzig, das MDR Sinfonieorchester, die Dresdner Philharmonie etc.. Solistenabende an bedeutenden kirchenmusikalischen Stätten und in ausgewiesenen Konzertsälen sowie Aufnahmen für Radio und Fernsehen gehören ebenfalls zu seinem künstlerischen Schaffen. 2009 wurde Wilke zum Stadtorganisten der Konzertkirche „St. Marien“ Mühlhausen/Thüringen berufen. Als dieser ist er seither für die Gestaltung der Orgelkonzerte und thematischen Zyklen sowie für die Kammermusiken in der historischen Rathaushalle verantwortlich. 2010 war er Preisträger beim International Sydney Organ Competition. Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt erschien 2011 überdies eine Solo-CD mit Orgelwerken des Jubilars, aufgenommen an der historischen Buchholz-Orgel in Barth (Ostsee), die …

„Luther tanzt…“ – Lieder der Reformation und ihre weltlichen Wurzeln

05.02.2017, 17 Uhr The Playfords (Weimar) Liebe Freunde der Pesterwitzer Konzerte, Martin Luther war ein sehr gelehrter und zugleich tief emotionaler Mensch, wovon er überzeugt war, das tat er konsequent. So wurde aus dem lebensfrohen Erfurter Studenten ein extrem asketischer Mönch, der – entsetzt über die Scheinheiligkeit der Kirche seiner Zeit – ungewollt die Reformation anstieß, schließlich alles Asketische über Bord warf, um mit allen Sinnen und vor allem mit Musik die reine Lehre unters Volk zu bringen. Anders als viele seiner Reformatorenkollegen setzte er dabei weniger auf eingedeutschte Gregorianik als auf neue Dichtungen zu bekannten wie neu geschaffenen volkstümlichen Melodien. So wurden „Gassenhauer, Reiter- und Bergliedlein christlich, moraliter und sittlich verändert…“ im Sinne der Reformation genutzt. Dass Luther versierter Lautenist war und auch im Kontrapunkt geschult, kam ihm sicherlich dabei ebenso zugute wie seine engen Kontakte zu Ludwig Senfl und Johann Walter. Damit war er Vorbild für unzählige Liederdichter und prägte den typisch protestantischen Choral volkstümlicher Manier. The Playfords schälen den oft vergessenen tänzerisch-fröhlichen Charakter solcher Kirchenlieder wieder heraus, fischen nebenbei auch in der …