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Kammerchor Pesterwitz 2019 | Foto: Victoria Belikova Fotografie | www.victoriabelikova.de

20. Dezember – Claudio Monteverdi Marienvesper – Instrumenta Musica Dresden // Kammerchor Pesterwitz

20. Dezember, 17 UhrSt. Jakobuskirche Pesterwitz Am Abend des 4. Advents erklingt in der St. Jakobuskirche erstmalig eines der bedeutendsten Werke Claudio Monteverdis: die „Vespro della Beata Virgine“, besser bekannt als „Marienvesper“.  Am Anfang des 17. Jahrhunderts komponiert und 1610 im Druck herausgegeben ist sie das Werk eines Übergangs. Stilistisch knüpft Monteverdi einerseits an das vergangene Jahrhundert an und weist aber daneben mit der Aufnahme neuer Stilelemente weit über das kommende hinaus. Und so steht „scholastischer“ Kontrapunkt des 16. Jahrhunderts neben der zur damaligen Zeit neu erblühenden Polyphonie und schwere modale Harmonik neben barocker Tonalität. Das ebenso monumentale wie filigrane Werk vereint opernhafte Dramatik und altehrwürdige Gregorianik, instrumentale Virtuosität und kantable Melodik, musikalische Affektschilderung und räumlicheEcho-Effekte, leidenschaftlichen Sologesang und mehrchörige Klangpracht: ein Kosmos barock-musikalischer Formen. Diese Vielfalt beeindruckt und fasziniert Interpreten und Zuhörer gleichermaßen!

Michael Praetorius – Christmette

Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte 23.12.2017, 17 Uhr Collegium Marianum PragKammerchor Pesterwitz Solisten: Katharina Hohlfeld – SopranChristina Roterberg – SopranVolker Arndt – TenorIngolf Seidel – BaritonFriedemann Klos – Bass Michael Praetorius (1571-1621) gehört zu den einflussreichsten und produktivsten deutschen Komponisten seiner Generation und zu den bemerkenswertesten Schöpfern lutherischer Kirchenmusik. Er schuf ein umfangreiches Werk geistlicher Musik, das nicht nur in der Menge beeindruckt, sondern v.a. in seinem Formenreichtum vom schlichtesten Gemeindelied zur kunstvollen mehrchörigen Motette. Eine Weihnachtsmesse mit Praetorius’ Musik in der von Luther erarbeiteten Neuordnung des Gottesdienstes und unter Einbeziehung der Gemeinde – das hat der britische Musiker und Dirigent Paul McCreesh mit seinem Ensemble Gabrieli Consort & Players in einer fulminanten Einspielung bereits 1993 vorgelegt: eine monumentale Feier, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte. Beeindruckende Mehrchörigkeit, kraftvolle Gemeindegesänge, beherzte Orgelimprovisationen, jubelnde Pauken und Trompetenfanfaren – eine satte barocke Klangfülle, welche in das an Pracht kaum zu überbietende „In dulci jubilo“ mündet, das will in diesem Jahr auch der Kammerchor Pesterwitz und seine Leiterin Anne Horenburg am Vorabend …